Unser Palliativpflege-Team

Reinhild, Ingeborg, Astrid (oben, von links nach rechts) und Helma, Karin (unten, von links nach rechts)
Leitbild Palliativpflege
Wir sind ein Palliativpflege-Team, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die bestmögliche Lebensqualität und Selbstbestimmung unheilbar erkrankter Menschen so lange wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern.
Wir sehen unsere besondere Herausforderung darin, unseren Patienten ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten, häuslichen Umgebung zu ermöglichen, sie würdevoll zu versorgen und zu begleiten.
Grundhaltung der Palliativpflege
Das lateinische Wort „palliare“ bedeutet „ummanteln, einhüllen“. Die Herkunft des Wortes lässt erkennen, worum es in der Palliativpflege geht: dem Patienten soll ein „Mantel umgelegt“ werden. Dieser Mantel steht für Behutsamkeit, menschliche Wärme, Geborgenheit und Zuwendung. Jeder Mensch hat Anspruch auf die gleiche, respektvolle Zuwendung und Versorgung, losgelöst von seinem Glauben, seiner Konfession oder seiner Herkunft. Wir sehen das Sterben als Teil des Lebens, der weder beschleunigt noch gegen den Willen unseres Patienten hinausgezögert werden soll.
Ziele und Aufgaben
Wir sehen unsere Ziele und Aufgaben darin, Patienten, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, durch eine individuelle, fachlich fundierte Palliativpflege ganzheitlich zu versorgen. Dabei leitet Wertschätzung und würdevoller Umgang unser Handeln.
Unser Ziel, die Lebensqualität unseres Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern, erreichen wir, indem wir die notwendigen, pflegerischen Maßnahmen auf unseren Patienten abstimmen und unser Handeln an den Bedürfnissen unseres Patienten ausrichten. Das Wohlbefinden unseres Patienten steht für uns an erster Stelle.
Die große Angst vieler sterbender Menschen ist die Angst vor qualvollen Schmerzen und langem Leiden. Um ein Sterben frei von Schmerzen und Leiden sicherzustellen, spielt die optimale Schmerzkontrolle eine wichtige Rolle. Unsere Mitarbeiter sind besonders geschult bezüglich der Schmerzerkennung und –behandlung („Schmerzmanagement“) sowie der behutsamen Lagerung von Patienten und werden diesbezüglich kontinuierlich weitergebildet.
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, den Sterbenden in seiner gewohnten Umgebung zu belassen. Dazu stellen wir bei Bedarf die notwendigen Hilfsmittel zur Verfügung und geben Anleitung, um sie sicher und effizient einzusetzen. Damit eng verbunden ist unsere Angehörigenarbeit. Wir legen großen Wert auf Gespräche mit der Familie und Freunden, ebenso werden sie nach Möglichkeit in die Pflege mit einbezogen. Wir betrachten unsere Rolle als „Gäste“ im Haus und sehen Angehörige als wichtige Partner in der Pflege. Wir möchten fachlich unterstützen und beraten sowie in der Zeit des Abschiednehmens und der Trauer begleiten.
Sterbebegleitung ist Teamarbeit. Unsere Aufgabe ist es, alle notwendigen Beteiligten über die Berufs- und Bereichsgrenzen hinweg zu vernetzen. Wir arbeiten im multiprofessionellen Team, zusammen mit Ärzten, Sozialarbeitern, Seelsorgern, Therapeuten und anderen für die Versorgung von Palliativpatienten notwendigen Professionen, wie Apotheken und Sanitätshäusern, zusammen. Wir tragen zu einer klaren Rollen- und Aufgabenverteilung bei. Regelmäßige Patientenbesprechungen, Teamgespräche und Supervisionen sind fester Bestandteil unserer Arbeit. Wir unterstützen uns gegenseitig, akzeptieren unsere Grenzen, unsere Stärken und Schwächen. Wir arbeiten und kommunizieren offen miteinander. Unsere Zusammenarbeit erfolgt stets im Dienste des Patienten.
„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“ (C. Saunders)